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Statt einer Ein­lei­tung

21. 06. 2017

Für die­sen Blog in sei­ner gegen­wär­ti­gen Erschei­nung muß ich um Nach­sicht bit­ten. Er ist im Umbau oder auch: under con­struc­tion. Was mußte ich mich auch für das Lay­out The7 ent­schei­den. Mein geschei­ter web-designer wird das bald und zuver­läs­sig bewerk­stel­li­gen. Bis dahin leben Autor (ich) und Leser (will­kom­men!) mit einer Anzahl von Fehl­ba­lan­cen, die das Lay­out ebenso betref­fen wie die Struk­tur. Wes­halb zB bei Auf­ruf eines Arti­kels des­sen Titel in der Größe einer Saal­be­schrif­tung auf den Bild­schirm gepol­tert kommt (dies auf einem Feld, das der Kate­go­ri­en­über­schrift vor­be­hal­ten blei­ben soll, dafür nach einer Lade­zeit, die aus Zei­ten des Modems zu stam­men scheint) – ach, weiß man es denn.

Ent­fernt man die Kolos­sal­schrift­type aus der Titel­zeile und pla­ziert sie über dem Arti­kel — wie man es von Zei­tungs­ar­ti­keln kennt -, so meint The7, ein Arti­kel ohne Über­schrift im Rie­sen­ka­sten sei kein Arti­kel. Prompt ver­schwin­det er aus der Auf­zäh­lung in der Sei­ten­lei­ste. Mit Stolz darf ich immer­hin berich­ten, daß ich Schrift­größe und Schrift­type im Über­schrif­ten­feld ver­klei­nert und in Times New Roman umge­än­dert habe. Immer noch steht der Titel mit­tig über dem links­bün­dig pla­zier­ten Arti­kel mit der Folge eines eher schrä­gen Erschei­nungs­bil­des. Man muß nicht gleich Jan Tschi­chold, Ver­fas­ser jener lesens­wer­ten Schrift mit dem wun­der­voll alt­mo­di­schen Titel “Erfreu­li­che Druck­sa­chen durch gute Typo­gra­phie”, zitie­ren mit sei­nem Dik­tum: Man möchte sich fort­wäh­rend die Hände waschen. Nun, Wasch­zwang sei den geplag­ten Neu­ro­ti­kern vor­be­hal­ten. Ein Stu­dium sei­ner Werke oder schlicht einer Anzahl von Bei­spie­len für gelun­ge­nes Lay­out möchte man den Desi­gnern der ver­schie­de­nen the­mes frei­lich doch ans Herz legen.

Sicher kann man auch die Spal­ten­breite der Aus­füh­run­gen auf einer sog. Seite bestim­men und ggf ver­än­dern. Dem Menü­punkt dafür werd ich auch noch auf die Schli­che kom­men.

Seit jeher liebe ich die eng­li­sche Spra­che, gerade auch in ihrer us-amerikanischen Aus­prä­gung, und diese Liebe wird nur über­trof­fen vor allem von der zur deut­schen Spra­che. Viel­leicht ist das der Grund für den aku­ten Unwil­len, den mir ein Bon­bon­la­den aus aller­lei bun­ten Bild­chen und necki­schen Wört­chen ver­ur­sacht, den wor­d­press dem Anwen­der zu Füßen legt. Will der zB eine Text­spalte ver­schie­ben, mel­det sich flink der Hin­weis auf die Funk­ti­ons­be­schrei­bung: Drag to move Spalte. Keine Frage: die Pro­gram­mie­rer ver­ste­hen ihr Hand­werk. Wenn sie jetzt noch Deutsch könn­ten.

Ächz. Keuch.

Indes: Ret­tung ist in Sicht. Don P., umsich­ti­ger Bera­ter und erfah­ren in der Trö­stung und dem Wie­der­auf­bau ver­zwei­fel­ter wp-Anwender, hat mir einen Ter­min zur Ver­tie­fung mei­ner Kennt­nisse ein­ge­tra­gen. Ich bewun­dere seine Gelas­sen­heit.

12.12.2016: Vor x Jah­ren hatte ein Kari­ka­tu­rist — das gehört zu sei­nen Berufs­pflich­ten — einen hei­te­ren Ein­fall: Einer klei­nen Zeich­nung eines VW-Käfer fügte er den Slo­gan bei: VW 1200 – Neue Heck­leuch­ten! Machen Sie eine Pro­be­fahrt!

Wie komme ich da gerade drauf? Wäh­rend der Abfas­sung der drei oder vier jüng­sten Bei­träge unter “Der Prüg­ler” wird mir die Emp­feh­lung zuteil, doch bitte die neu­este Ver­sion von wor­d­press zu laden, ich meine, es sei wor­d­press 4.7. Zutrau­lich und folg­sam tue ich, was man mir emp­fiehlt. Einen wesent­li­chen Fort­schritt oder auch nur einen Anflug von Sinn erkenne ich nicht, was natür­lich nicht heißt, daß es sie nicht gebe. Ver­schwun­den ist neu­er­dings, wie ich erst nach geta­ner Tat fest­stelle, die Schalt­flä­che “Block­satz”, ebenso die Mög­lich­keit, Wort oder Zei­len zu unter­strei­chen. Offen­bar mei­nen die Ver­ant­wort­li­chen, bei­des sei nicht mehr not­wen­dig, und schrei­ten vor­aus­ei­lend zur Tat. Die als Fort­schritt und Für­sorg­lich­keit getarnte Anma­ßunge wird erstaun­lich unbe­fan­gen damit begrün­det , unter­stri­chene Worte oder Zei­len “ver­wirr­ten” die Leser, sie hiel­ten sie gar zu leicht für links. Nun denn, den Block­satz gibt es noch, nun­mehr halt per Tasten­kom­bi­na­tion (Shift+Alt+j). Nennt man das: Fort­schritt? Und: was lernt mich das? Na: Zur Hölle mit den wordpress-updates.

Wie man den Nut­zer bei Laune und an der Leine hält: für alle Pro­bleme, die eine Anma­ßung (s. oben) ver­ur­sacht, gibt es eine Lösung alias ein plug-in. Zum Bei­spiel eines, das Block­satz und Unter­strei­chen als Schalt­flä­chen wie­der in die Samm­lung der, wie hei­ßen die Din­ger noch, rich­tig: visu­el­len but­tons ein­fügt.

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ps: Der Ver­gleich mit den Käfer-Heckleuchten hinkt natür­lich – das Fahr­zeug blieb in sei­nen sämt­li­chen Funk­tio­nen unver­än­dert, bspw. wurde der Blin­ker­he­bel nicht in den Bei­fah­rer­fuß­raum ver­legt, auch wur­den die Rück­sitze nicht auf der vor­de­ren Kof­fer­raum­haube pla­ziert, dies womög­lich mit der Begrün­dung, dort sei die Bein­frei­heit grö­ßer.

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Offen­bar hal­ten die Pro­gram­mie­rer von wor­d­press den Leser für zu däm­lich, einen Leser­brief zum Arti­kel xyz als Leser­brief zum Arti­kel xyz zu erken­nen. Anders ist die klo­bige Über­schrift “Eine Ant­wort auf (folgt kom­plette Arti­kel­über­schrift)” oder auch “5 Ant­wor­ten auf (folgt kom­plette Arti­kel­über­schrift)” nicht zu erklä­ren. Auch die Anzahl evtl. Zuschrif­ten muß offen­bar und unter allen Umstän­den erwähnt wer­den, denn längst nicht alle Leser, dies wohl das Motiv der infan­ti­len Zwangs­be­schrif­tung, begrei­fen den Unter­schied zwi­schen einer Leser­zu­schrift einer­seits und bspw. fün­fen ande­rer­seits.

Man stelle sich die Leser­brief­sek­tion die­ser oder jener Tages­zei­tung vor, die fünf Leser­brie­fen zum Arti­kel x die Über­schrift “5 Leser­briefe zum Arti­kel x” vor­an­stellt, vier Leser­brie­fen zum Thema y die Über­schrift “4 Leser­briefe zum Arti­kel y”.

wo idiotie mit rand

fünf antworten

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Unter der Rubrik Der Prüg­ler fin­det sich eine lang­sam wach­sende Zahl von Betrachtungs-versuchen zu The­men aus Zeit, Welt und Wirk­lich­keit, unter Blei­er­ner Abrieb eine Anzahl Zeich­nun­gen, die wor­d­press unver­dros­sen als “Fotos” aus­gibt. Diverse Anblicke, die die Stadt Vene­dig und ihre Lagune dem Besu­cher offen­ba­ren, fin­den sich unter der Rubrik Licht­bil­der, dort unter Sere­nis­sima, wobei es gelun­gen ist, die tap­sige Über­schrift “Diese Gale­rie ent­hält 91 Fotos” zu kür­zen.

Die Samm­lung von Schlag­wor­ten der ein­zel­nen Arti­kel, die sog. Wolke, ist wie­der ent­fernt; sie ist necki­sches Bei­werk, das die Häu­fig­keit der Schlag­worte auf der gesam­ten web­site durch­zählt, sie ver­schie­den ein­färbt, in unter­schied­li­cher Größe dar­stellt und ihre Zahl eigen­mäch­tig begrenzt. Weg damit.

Für fast alle Unfer­tig­kei­ten gibt es Lösun­gen. Sie aus­fin­dig zu machen und anzu­wen­den, bleibt eine Auf­gabe für mein all­zeit opti­mier­ba­res Begriffs­ver­mö­gen und mein ste­tes Bemü­hen, den Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den. Tipps und Emp­feh­lun­gen sind unbe­dingt und jeder­zeit will­kom­men.

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ausstellungsbesuch01 - 900 - rand_______________________________________________